Brechreiz bei der Tagesschau: Warum es Jan Hofer wohl übel wurde

Brechreiz bei der Tagesschau: Warum es Jan Hofer wohl übel wurde

Ja, das war mal wieder eine Meldung, die in der BILD-Zeitung und anderen „wichtigen“ Presseorganen ganz oben gebracht wurde: Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer musste am 3. November 2016 die Tagesthemen-Nachrichten abbrechen, weil es ihm „gerade nicht gut ging“. So formulierte es seine Kollegin Caren Miosga in der Live-Sendung, die die restlichen Meldungen dann selbst vorlas. Kurz danach wurde der Ausfall Hofers vom NDR mit einer Magenverstimmung erklärt. Mit anderen Worten: Hofer ist beim Nachrichtenvorlesen schlecht geworden. Übelkeit, Brechreiz, sagt man auch dazu. Spannenderweise wurde um den Nachrichtenmann ein Riesen-Tam-Tam gemacht, während niemand in der ganzen Mainstreampresse nachfragte, wie vielen Zuschauern eigentlich jeden Abend übel wird.

Unsere Nachbarin sagt…

Unsere Nachbarin sagt…

Unsere Nachbarin freut sich sehr, dass die Fußball-WM jetzt losgeht. Sie sagt, dass dies eine Gelegenheit zur Vertiefung der Freundschaft zwischen allen Völkern auf der Welt sei. Außerdem seien es ja echte sportliche Herausforderungen an die Nationalmannschaften. Unsere Nachbarin ist natürlich Deutschland-Fan. Sie hat jetzt unsere Hymne auswendig gelernt und wird sie vor jedem Spiel vor dem Fernseher mitsingen. Ihre sozialen Verpflichtungen hat unsere Nachbarin für die nächsten vier Wochen zurückgestellt, alle wissen Bescheid, dass sie die Fußball-EM 2016 aktiv zuhause mitgestalten wird.

Der Zahn der Zeit

Der Zahn der Zeit

Kürzlich gab ich der Reporterin eines bekannten Radiosenders Deutschlands ein Interview. Die Frau kam von den Öffentlich-Rechtlichen und arbeitete noch ähnlich, wie es vor zwanzig, dreißig Jahren üblich gewesen war: Sie war mit dem Zug angereist und hatte ihr Aufnahmegerät dabei. Eine sympathische Person der alten Garde, die sich bei mir angemeldet hatte mit dem Vorhaben, eine Reportage über den Feminismus zu machen. Sie selbst stehe diesem Politikmodell sehr positiv gegenüber, früher sei sie für die Rechte der Frau auf die Straße gegangen. Von mir erwartete die Mittvierzigerin eine Gegenposition.

Brief an einen Ex-ARD-Kollegen ...

Brief an einen Ex-ARD-Kollegen …

Lieber Jürgen, lange hatten wir nichts mehr voneinander gehört. Wie schön, dass wir uns zufällig wiedergetroffen haben, nach Jahren. Wie schade, dass wir aber so unterschiedlicher Ansicht sind in der „Flüchtlingsfrage“. Um es klarzustellen: Selbstverständlich ist nichts gegen Meinungsverschiedenheiten zu sagen, im Gegenteil, eine fruchtbare Diskussion hat noch jeder Sache genutzt. Doch hier geht es um etwas anderes, um unsere Zukunft. Nicht irgendein Thema.

Deutschlands Medien: Im Würgegriff der Macht

Deutschlands Medien: Im Würgegriff der Macht September 2014 Eva Herman Unsere Welt liegt in Trümmern. Auch dem größten Optimisten dürfte das inzwischen klar sein. Auf der ganzen Welt herrschen heute Lüge, Krieg, Terror, Hunger, Gewalt, Elend. Über die Gründe könnte man viel schreiben, doch ich möchte mich nur auf eine Gruppe der wichtigsten Mitverursacher konzentrieren:…

Das Medienkartell: Immer mehr Journalisten wenden sich ab

Das Medienkartell: Immer mehr Journalisten wenden sich ab

Gestern meldete sich eine Gruppe junger Journalisten bei mir. Sie berichteten, dass sie sich vor kurzem zusammengeschlossen hätten. Alle hatten sie jahrelang zum Mainstream-Mediensystem gehört, nun wollten sie da nicht mehr mitmachen. Ich fragte, warum. „Weil wir uns nicht mehr an den Lügen und der Propaganda beteiligen werden!“ lautete die Antwort. „Und weil wir Kinder haben. Sie wachsen in eine Welt hinein, in der wichtige Menschenrechte wie die freie Meinungsäußerung derzeit beschnitten werden.“ Einen Tag wie den gestrigen gibt es übrigens in letzter Zeit öfter: Das Medienkartell beginnt auseinanderzubrechen.

Europawahl: Was ist eigentlich links und rechts?

Europawahl: Was ist eigentlich links und rechts?

Während ich diesen Text schreibe, zählen wir nur wenige Tage bis zur Europawahl 2014. Die Berichterstattung im Vorfeld ist beeindruckend, überall werden wir mit bunter Wahlwerbung konfrontiert: Linke, Rechte, Grüne, Rote, Schwarze usw. preisen sich an. Auffällig: Die Sorgen und Ängste der Regierenden und Oppositionellen klingen immer öfter durch, denn sie spüren: Da ist etwas im Gange…Verlieren sie die Gefolgschaft?

Deutsche nicht so blöd, wie das Medienkartell meint

Deutsche nicht so blöd, wie das Medienkartell meint

Wer hätte das gedacht? Die monatelange Medienwäsche nach dem Muster des „bösen Russen und des guten Westens“ hat nichts genützt. Trotz flächendeckender Propagandaversuche hochbezahlter Medienprofis wie Illner, Plasberg, Jauch und Kleber leisten sich die Deutschen ihre eigene Meinung! Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Die große Mehrheit will keinen Nato-Einsatz in der Ukraine, keine Wirtschaftssanktionen gegen Russland und schon gar keinen G8-Ausschluss.