Der deutsche Frosch im Kochtopf

Dritter Advent: Wenn ich durch die Natur gehe, dann denke ich an unser Land. Sie sind sich ähnlich: Es will einfach nicht hell werden, nur selten zeigt sich das Licht, noch seltener strahlt es in Herz und Seele hinein. Ich höre in mich hinein: Es ist still. Dort, wo einst Lieder und Gedichte wohnten, wo Werte ihren Wert noch hatten, ist es müde geworden. Die Maulkörbe der Gesinnungspolizei wurden festgezogen, sie wirken langsam auch auf mich, der deutsche Frosch sitzt im Kochtopf.

Vom Werden und Vergehen

Vom Werden und Vergehen

Die Menschen reden von verdientem und unverdientem Schicksal, von Lohn und Strafe, von Vergeltung und Karma. Seit langem stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, was eigentlich mit Deutschland los ist. Dieser einst blühende Teil Europas liegt fast am Boden, jahrzehntelang ist die Entwicklung schon sichtbar. Dabei ist es doch das einstige Land der Dichter, Denker, weltberühmter Komponisten (gewesen), es ist dies das Land der Erfinder weltweit erfolgreicher Automarken, bester Ingenieure und Techniker (gewesen), blühende Talentschmiede für Erbauer von Denkmälern und Kunststätten (gewesen), und so vieles mehr.

Was uns jetzt noch helfen kann

Nachdem ich Anfang der Woche meine Kolumne an die PAZ-Chefredaktion abgeschickt hatte, begann es in meinem Inneren zu rumoren. Denn die Fakten, die ich diesmal zusammengetragen hatte zum Thema Einwanderungschaos und Terroranschläge, waren derart entmutigend, dass mir die Leser schon im Vorhinein leidtaten. Der Chefredakteur war wohl erleichtert, als ich anbot, einen neuen Text zu verfassen. Nun sitze ich hier vor meinem PC, und möchte in diesen schweren Zeiten Ihnen, liebe Leser, Mut zusprechen.