Die ehemalige Tagesschausprecherin, ARD-Moderatorin und Autorin Eva Herman veröffentlicht aktuelle Artikel zu Politik, Medien, Meinungsfreiheit bzw. Lügen…
‼️👉 Großbritannien: Oberhaus stimmt dafür, Abtreibungen bis zur Geburt zu erlauben
„Das House of Lords stimmte am Mittwoch für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs bis zur Geburt und die Beibehaltung des weitverbreiteten Zugangs zu Abtreibungspillen per Telemedizin. Damit wird ein System gestärkt, das es Frauen ermöglicht, die Medikamente per Post zu erhalten und zu Hause einzunehmen. Diese Pillen können bis kurz vor der Geburt ohne Aufsicht verwendet werden.
Die Entscheidung bestätigt einen nachhaltigen Wandel in der Versorgung mit Schwangerschaftsabbrüchen in England und Wales. Abtreibungen werden zunehmend weniger in Kliniken durchgeführt und basieren größtenteils auf Fernberatung und der Selbstauskunft der Patientinnen. Befürworter präsentieren diesen Ansatz als modern und zugänglich, Kritiker hingegen argumentieren, er berge ernsthafte Risiken, denen sich das Parlament noch nicht ausreichend gestellt hat.
Im Zentrum der Kritik steht das System der postalischen Pillen, im Rahmen dessen Mifepriston und Misoprostol nach einer telefonischen oder Online-Beratung verschrieben werden. Die Medikamente dürfen legal nur in der Frühschwangerschaft bis zur 10. Woche zu Hause angewendet werden. In der Praxis ist das System jedoch auf die korrekte Angabe der Patientinnen angewiesen und bietet nur begrenzte Möglichkeiten zur unabhängigen Überprüfung. (…)
Medizinische Experten betonen, dass solche Fälle selten sind und ein früher medikamentöser Schwangerschaftsabbruch im Allgemeinen sicher ist, sofern er gemäß den Richtlinien durchgeführt wird. Kritiker argumentieren jedoch, dass Seltenheit die Ernsthaftigkeit nicht schmälert, insbesondere dort, wo die Aufsicht eingeschränkt ist und Warnzeichen schwerer zu erkennen sein können.
Es bestehen auch Bedenken hinsichtlich der Folgen von Komplikationen außerhalb des klinischen Umfelds. Mindestens ein Fall ist bekannt, in dem eine Frau, Sarah Dunn, an einer Sepsis infolge der Einnahme von Abtreibungspillen starb. Obwohl diese Komplikation selten ist, könnten ohne Aufsicht und klinische Beobachtung weitere Todesfälle als Folge der laxen Verschreibung von Abtreibungspillen auftreten.“ …“
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